Literatur

Viele Menschen haben viele Bücher zum Thema 'Alkohol - Alkoholismus - Alkoholsucht' geschrieben. Jeder Lesende denkt anders über das Geschriebene nach und empfindet anders.

Für Empfehlungen gibt es kein Patentrezept, dennoch führen wir nachfolgend Bücher und Veröffentlichungen auf, die wenigstens von einem von uns als empfehlenswert empfunden worden sind.

ALK

Fast ein medizinisches Sachbuch

Simon Borowiak
Heyne Verlag, 2009

DAS Buch für Alkoholabhängige, suchtgefährdete Jugendliche, Ärzte, Genuss-, Gelegenheits- und Profitrinker.

Wie sieht ein Rausch von innen aus? Wie funktioniert eine Entgiftung? Bin ich Alkoholiker? Und wenn ja: Muss ich jetzt in die Gosse? Aus der Sicht eines Betroffenen, aber ganz ohne Betroffenheit, nähert sich Simon Borowiak dem heiklen Thema Alkoholismus mit all seinen Facetten – fachlich fundiert, aber verständlich, witzig-ironisch und dabei stets schonungslos direkt.

Der mündige Trinker

Selbstmanagement-Therapie für Alkoholkranke

Peter Sadowski
dgvt-Verlag, 2007

Das detailliert beschriebene Vorgehen enthält Anregungen für professionelle Helfer aller Berufsgruppen, die an der Beratung und Behandlung von Alkoholkranken beteiligt sind (Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Krankenschwestern und -pfleger). Engagierte und vorinformierte Laien-Helfer können ebenfalls wertvolle Hinweise für ihre Arbeit finden.

Der süchtige Hirnstamm

Eine neurobiologische Betrachtung der Abhängigkeitserkrankung

Thomas Redecker
Download, 2012

Die Abhängigkeitserkrankung hat vielschichtige (multifaktorielle) Ursachen und zeigt sich in verschiedenen Bereichen des menschlichen Daseins. Die Symptome und Folgen eines chronischen Suchtmittelkonsums, wie z.B. Alkohol, zeigen sich in körperlichen Beschwerden wie Lebererkrankung, Nervenentzündung oder Bauchspeicheldrüsenentzündung. Auf der psychischen Ebene entwickelt der chronische Konsument Symptome wie Suchtdruck, Entzugserscheinungen, Kontrollverlust und Vernachlässigung von beruflichen und privaten Aktivitäten.

Weiterhin können depressive Symptome auftreten oder eine Angststörung, allerdings können diese häufig auch vor der Abhängigkeitserkrankung schon bestanden haben. Der Suchtmittelkonsum ist in vielen Fällen ein ineffektiver Selbstheilungsversuch einer Angststörung oder depressiven Störung gewesen. Im Verlauf des jahrelangen Suchtmittelkonsums können zusätzlich Angststörungen oder depressive Störungen auch als Folge des Suchtmittelkonsums auftreten oder im Sinne eines Teufelskreises können sich diese beiden Störungen gegenseitig verstärken.

Im sozialen Bereich zeigen sich Partnerschaftskonflikte, Arbeitsplatzprobleme, Führerscheinverlust und juristische Probleme in Form von Straftaten unter Suchtmittelkonsum.

Deutschland - Neue Entwicklungen, Trends und Hintergrundinformationen zu Schwerpunktthemen

Drogensituation 2011/2012

Bericht 2012 des nationalen REITOX-Knotenpunkts an die EBDD
Download, 2012

Der neue REITOX Bericht zur Drogensituation in Deutschland wurde am 15. November 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Der Jahresbericht gibt einen Überblick über aktuelle Trends und Aktivitäten im Bereich illegaler Drogen.

Durst

Susanne Eberst
August von Goethe Literaturverlag, 2009

Dieses Buch erzählt schonungslos und unverblümt die bewegende Geschichte einer Alkoholikerin, die sich der packenden und erschütternden Wahrheit ihrer Abhängigkeit stellt und mit dem Teufel Alkohol offen abrechnet. Sehr empfehlenswert für alle, die sich mit einem Suchtproblem konfrontiert sehen - ob nun als Betroffener, als Angehöriger oder als Freund eines der Trunksucht verfallenen Menschen.

Handbuch Alkohol - Österreich

Alfred Uhl u. A.
Bundesministerium für Gesundheit Österreich
Download Band 1, Download Band 2, 2011

Das "Handbuch Alkohol - Österreich" bietet einen umfassenden Überblick über alle in Österreich verfügbaren alkoholrelevanten Daten und liefert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion der sensiblen Thematik. Das "Handbuch Alkohol – Österreich" ist erstmals im Jahr 1999 als gebundene Fassung erschienen. Es folgten zwei weitere Auflagen im Jahr 2001 und 2009. Die aktualisierte 4. Auflage des Bundesministeriums für Gesundheit entstand in Zusammenarbeit mit dem Anton Proksch Institut.

Das Handbuch liefert einen wesentlichen Beitrag in Richtung systematischer Maßnahmen zur Erfassung und Eindämmung alkoholverursachter Probleme. Es trägt maßgeblich zur Umsetzung der 2006 von der EU beschlossenen Alkoholstrategie sowie der von der WHO 2010 angenommenen "Globalen Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol" bei.

Jahrbuch Sucht

2017

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V.
Pabst Science Publishers, 2017

Das DHS Jahrbuch Sucht 2017

  • fasst die neuesten Statistiken zum Konsum von Alkohol, Tabak, Arzneimitteln, illegalen Drogen sowie zu Glücksspiel und Suchtmitteln im Straßenverkehr zusammen 
  • gibt die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) konzentriert wieder 
  • informiert über die Versorgung und Rehabilitation Suchtkranker 
  • präsentiert die aktuellen Themen »Medikamentenmissbrauch in Fitnessstudios und beim Kraftsport« sowie »10 Jahre Rauchverbot – eine Presseschau« 
  • setzt die Serie »Was Sie außerirdischen Besuchern besser nicht zu erklären versuchen« mit dem Thema »Symbole, Zeichen und Signale« fort 
  • liefert ein umfangreiches Adressverzeichnis deutscher und europäischer Einrichtungen im Suchtbereich

Jetzt ist es genug

Leben ohne Alkohol

Viktor Sommer
dtv, 2010

Der Missbrauch von Alkohol macht vor keiner sozialen oder intellektuellen Schranke Halt. Zwar fällt den meisten Betroffenen das ultimative Eingeständnis »Ich bin Alkoholiker« in der Regel sehr schwer, aber nahezu jeder Fünfte hat zumindest von Zeit zu Zeit das Gefühl, zu viel zu trinken. Anders gesagt: Alkoholmissbrauch ist zu einer regelrechten Volkskrankheit geworden.

Viktor Sommer, selbst »trockener« Alkoholiker, zeigt auf sehr behutsame und zugleich, ohne zu beschönigen, klare Weise, wie scheinbar harmloser und gesellschaftlich durchaus tolerierter Missbrauch von Alkohol über längere Zeit zu schwersten psychischen und physischen Leiden führt. Und er beschreibt, wie der Abschied von der Droge Alkohol möglich ist: welche durchaus unangenehmen Entzugserscheinungen auftreten können, wie Betroffene damit umgehen lernen, welche Hilfen es dabei gibt und welche enormen Belohnungen der Verzicht auf Alkohol schließlich mit sich bringt.

Lieber schlau als blau

Entstehung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit

Johannes Lindenmeyer
Beltz-Verlag, 2010

Therapeuten wie auch Betroffene und Angehörige erhalten medizinisches und psychologisches Wissen zur Alkohol-, Medikamenten- und Nikotinabhängigkeit. Entstehung und verschiedene Behandlungsformen von Abhängigkeiten sind dabei ebenso Thema wie Möglichkeiten einer Rückfallprophylaxe. Die Themen werden verständlich und abwechslungsreich dargestellt. Dieses Buch ist daher als Arbeitsmaterial in der Suchtbehandlung ebenso einsetzbar wie in Selbsthilfegruppen oder im Rahmen einer Therapeutenausbildung.

Stationen einer Wiedergeburt

Sucht als Chance

Uwe Dolata
Verlag Mankau, 2008

Uwe Dolata, Jahrgang 56, Kriminalkommissar, jagte Süchtige, bis er erkennen musste, dass er selbst süchtig geworden war.

Der Autor gibt mit beeindruckender Offenheit Einblicke in seine bitteren Erfahrungen mit dem Alkohol. Erst das Erkennen der Sucht und die damit zusammenhängende Einsicht in die psychologischen Abgründe seiner Person waren der Beginn eines Genesungsprozesses, an dessen Ende schließlich ein anderer, ein geheilter, ein neuer Mensch stand.

Suchtforschung

auf neuen Wegen

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Download, 2005

Das BMBF misst der Forschung zur Sucht eine hohe Bedeutung bei. Seit 2001 werden vier Forschungsverbünde (Baden-Württemberg, Bayern/Dresden, Nord-Ost und Nordrhein-Westfalen), in denen sich regional Forschungs- und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, mit insgesamt neun Millionen Euro gefördert. So sollen Abhängige besser behandelt, Rückfälle vermieden sowie Früherkennung und Prävention verbessert werden.

Zum Thema Sucht hat das BMBF auch eine Broschüre veröffentlicht. Sie zeigt, wie Nikotin, Alkohol und weitere Drogen auf den Körper und die Psyche der Menschen wirken. Außerdem werden gesellschaftliche Faktoren und biologische Prozesse bei der Entwicklung von Suchtverhalten geschildert. Die BMBF-Broschüre "Verstehen, Helfen, Vorbeugen - Suchtforschung auf neuen Wegen" stellt den aktuellen Stand der Forschung dar, beschreibt Therapieverfahren und zeigt Präventionsansätze auf.

Die Broschüre kann kostenlos beim BMBF bestellt oder auf der Homepage des BMBF heruntergeladen werden.

Treppe in die Dunkelheit

Eine Suchtgeschichte

Steffen Flügler
Books on Demand, 2010

Dieses Buch basiert auf der authentischen Geschichte des Autors. Es beschreibt seine über 17 Jahre dauernde Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Alles beginnt mit einem Bier, das der damals Zwölfjährige dazu benutzt, um sich Mut anzutrinken. Seinen dramatischen Höhepunkt findet diese Geschichte, als sich der mittlerweile 29-jährige, einem letzten Kampf gegen die Sucht in einem Krankenhaus stellt.Die beschriebenen Gefühle, Ausdrucksweise und Jargon der Drogenszene verleihen diesem Buch höchste Authentizität und sprechen den Leser unmittelbar an.Jedes Kapitel wird durch ein Zusatzkapitel ergänzt, das schon fast poetisch nuanciert wirkt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und vermag der Sucht, durch seinen metaphorischen Stil, eine Gestalt zu geben.

Trocken! ... wie die Sahara

Eine Alkoholikerin erzählt vom Entzug

Iris Bücker, Dirk Litzberski-Otten
Books on Demand, 2010

Iris ist 45 und am Ende. Nichts geht mehr: Sie trinkt, sie ist pleite, arbeitslos und der gewalttätige Ex wohnt im gleichen Haus und schlägt sie. Alles läuft aus dem Ruder. Iris weiß: Wenn sie jetzt nichts tut, landet sie im Knast oder in kurzer Zeit unter der Erde. Ihr Entschluss: Weg vom Alkohol wird zu einer entscheidenden Wende. Wie sie in Therapie geht und was sie dort erlebt, hat sie in einem Tagebuch gesammelt. Eine berührende, authentische Schilderung einer Suchttherapie in einer deutschen Suchtklinik.

Mit Hilfe eines Suchttherapeuten wurden Einzeltherapiesitzungen nachgestellt und fachliche Erklärungen eingearbeitet. Ein unschätzbares Buch für Betroffene, Angehörige und Interessierte, die wissen möchten, was es heißt, eine Suchttherapie zu machen und Tipps für den eigenen Weg suchen. Erlebnisse aus erster Hand zum Staunen, Schmunzeln und vor allem zum Nachdenken.

Was tun, wenn der Partner trinkt?

Ein Mutmachbuch

Toby Rice Drews
Verlag Blaukreuz, 2012

Alkoholismus bedeutet nicht nur, dass jemand trinkt. Auch sein ganzes Verhalten ist von der Krankheit geprägt. Noch mehr: Alkoholismus ist eine Familienkrankheit - alle sind davon mitbetroffen.

Angehörige von Alkoholkranken leiden, dulden, kontrollieren, zürnen, werden selbst krank. All das ändert aber nichts an der Krankheit. Oder müssen sie das Trinkverhalten des Alkoholkranken nur passiv hinnehmen?

Was passiert, wenn Angehörige sich Hilfe suchen und anfangen, sich selbst zu helfen? Wer erwartet, dass sich etwas verändert, muss bei sich selbst beginnen. Das ist eine Chance, dem Teufelskreis zu entrinnen. Dieses Buch bietet viele Denkanstöße zu einer neuen Sichtweise, die schon ungezählte Male die Wende brachte. Denn: Was der Partner für die eigene Selbstständigkeit tut, hilft auch dem Abhängigen.